Bruce allein zu Hause?

Ups! Da ist den Online-Redakteuren von TV Movie wohl ein kleiner Fehler unterlaufen.

Oder ist das die Fortsetzung und der kleine Kevin ist jetzt groß?

5 Kommentare 7.1.10 19:54, kommentieren

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Es grünt so grün ...

Die schwerste Entscheidung ist getroffen: Wir haben einen Stoff für unsere weißen Sitzmöbel gefunden! Und dabei noch ein riesen Schnäppchen geschlagen: Statt 4 Meter für 24 Euro zu kaufen, wurden uns 50 Prozent Rabatt gewährt, so dass wir nur 12 Euro bezahlen mussten – die Schnäppchenfüchse waren unterwegs!


Die Wahl fiel auf einen grün karierten Möbelstoff. Somit werden die Dekofarben in unserem Wohn-, Ess- und Arbeitszimmer blau und grün sein. (Wir sind selbst gespannt, ob das gut aussieht …)

 

Unsere Stühle haben nun ihren Einsatzpartner bekommen: Ein ausziehbarer Massivtisch wird sich ihrer annehmen. Gerade werden die Beine, die Tischplatte und die Ausziehteile geschmirgelt. Am Wochenende ist große Farbaktion. Da ich am Wochenende nicht in Schwaikheim bin, wird sich Jörn mit seinem Bruder alleine darum kümmern. Ich bin gespannt auf’s Ergebnis!

1 Kommentar 27.8.09 11:23, kommentieren

Noch 6 Wochen bis Umzug

Der Umzug rückt näher. Jörn und ich sind mehr oder weniger in der gleichen Planungsphase: Er denkt ans Grobe, ich ans Detail. Kurz: Er denkt an den Kleiderschrank, ich an die Bügel. Was mithin zu Diskussionen über die Henne und das Ei führt …

Aber: Unsere Telefonbank ist heil eingetroffen und wurde in Schichtarbeit und an drei Tagen von uns abgeschmirgelt, damit auch sie bald von der weißen Wandfarbe geknutscht wird. Die Aktion steigt hoffentlich nächstes Wochenende. Wir sind gespannt, ob sie durch den Farbüberzug ihren „Oma-Look“ ablegt.


Unsere Suche nach „skandinavischen/schwedischen“ Stoffen verlief bisher nicht so erfolgreich. Gründe dafür:

- nicht Service orientiertes Personal

- Unstimmigkeiten unsererseits

Zwei ziemlich gute Gründe, die Auswahl der Stoffe in einem noch nicht definierbaren Zeitraum nach hinten zu verschieben. Wenn’s an einem Samstag regnen sollte – ihr findet uns im Ikea an den Stofftischen.

1 Kommentar 26.8.09 15:20, kommentieren

Phobien selbst therapieren?

So eine Spinnenphobie ist keine schöne Sache. Wer nicht selbst eine hat, findet die Ängste lächerlich. Der Phobiker fühlt sich „sozial blamiert“ und hat, im wahrsten Sinne des Wortes, keinen Bock mehr auf den ständigen Phobie-Stress.

Wenn er die Phobie los werden will, hat er zwei Möglichkeiten:

1. Er lässt sich für viel Geld (2.000 - 6.000 Euro) therapieren.
2. Er therapiert sich selbst. Für weniger Geld, aber dafür auch weniger Motivation und professionelle Betreuung.

Wer glaubt, dass ihm die Schocktherapie langfristig weiterhelfen wird, soll diese Möglichkeit ruhig versuchen – ob sie funktioniert hat, weiß er erst im Nachhinein.

Wie funktioniert eine "Selbst-Therapie"?
Besser, er therapiert sich wie die Profis: Schritt für Schritt zum Ziel. Zu allererst sollte sich der Phobiker überlegen, was sein Ziel ist: Will er Spinnen anfassen können? Will er sie tolerieren können? Will er sie fangen oder töten? Das Ziel sollte ihm klar sein.

Dann sollte sich der Phobiker eine Spinne vorstellen. Ganz genau – mit allen Beinen, Augen und Haaren. Von ganz klein bis ganz groß. Mir ist dabei aufgefallen, dass ich mir eine Spinne noch nie richtig angesehen habe – ich hatte gar kein richtiges Bild in meinem Kopf. Den Anblick habe ich stets vermieden.

Zeit für den nächsten Schritt: Bilder von Spinnen anschauen. Widerlich: Da gibt man bei Google „Spinnenphobie“ ein und wird konfrontiert mit seinen furchtbarsten Ängsten. Bilder zeigen widerliche Spinnen mit zum Teil noch widerlicheren Menschen, die Spinnen im Mund haben. Wie gesagt, jeder sucht sich sein eigenes Ziel – mein’s ist das nicht. Das Internet bietet genügend Bilder oder Videos von Spinnen. Fangt mit Fotos an – wenn möglich schöne, ansprechende Fotos. Macht danach mit Videos auf youtube.de oder sonstigen Videoplattformen weiter.

Nächster Schritt: Geht auf Spinnenbeobachtung in der freien Natur. Beobachtet Spinnen im Spinnennetz. Nehmt einen Stab oder sonstiges und berührt die Spinne damit. Lasst euch eine Spinne in einem Glas fangen und beobachtet sie dort.

In einem nächsten Schritt lasst ihr die Spinne für längere Zeit in diesem Glas in eurer Wohnung und sagt ihr jeden Tag „Grüß Gott“ und beobachtet sie. Wer sie frei lässt, ist euch überlassen. Vielleicht habt ihr schon so viel Mut, sie selbst auf dem Balkon oder im Garten auszusetzen.

Langsam, aber intensiv zum Ziel
Für alle Schritte gilt: Fangt mit kleinen Spinnen an. Take it easy: Der Weg ist das Ziel, also genießt ihn. Umso intensiver ihr euch für die einzelnen Schritte Zeit nehmt, desto einfacher wird es, das große Ziel zu verwirklichen. Wie die Therapie weiter geht, erfahrt ihr, sobald ich fähig bin, mir Näheres im Umgang mit einer Spinne überhaupt vorzustellen. Ein weiter Weg …


3 Kommentare 24.8.09 16:34, kommentieren

Spinnenphobiker

Als Spinnenphobiker hat man eine permanente Angst, die man ständig in sich trägt: plötzlich auf eine Spinne zu treffen. Was passiert mit mir, wenn ich eine Spinne sehe? Zu allererst packt mich der Fluchtgedanke. Kopflos renne ich davon. Raus aus dem Zimmer. Dabei nehme ich alles andere um mich herum nicht wahr. Ich renne gegen Gegenstände, gegen Menschen – alles egal. In diesem Moment muss ich unbedingt den nötigen Abstand zwischen der Spinne und mir gewinnen.

Wie viel Abstand brauche ich?
Das hängt von der Größe der Spinne und von der Umgebung ab. Ein enger Raum mit tiefer Decke – ganz gefährlich! Wenn ich in eine Toilettenkabine gehe, die ein hohes Spinnenpotential birgt, laufe ich geduckt durch die Tür und versichere mich, ob alle Ecken spinnenfrei sind. Sind sie das nicht, entscheidet meine Angst, ohne Konsultieren meines Gehirns, ob ich den Abstand zwischen der Spinne und mir tolerieren kann, oder nicht. Wenn nicht – dann raus und erstmal den Sichtungsschock verarbeiten!

So, jetzt bin ich geflohen. Wie weiter? Ich selbst kann der Spinne durch meinen Mindestabstand nicht zu nahe kommen. Eine Spinne selbst töten? Unmöglich. Selbst raustragen? Utopisch! Mir muss dringend jemand helfen, denn das spinnenverseuchte Zimmer kann ich so nicht mehr betreten. Die Spinne muss weg. Am liebsten soll sie tot sein – eine weniger, die mir auflauern kann. Es hilft mit nicht, wenn mir jemand sagt, die Spinne sei weg, wenn sie es nicht wirklich ist. Als Spinnenphobiker spürt man die Anwesenheit der Spinne. Außerdem ist man extrem sensibel im Hinblick auf Lügen. Du willst mir erzählen, die Spinne ist weg? Vergiss es – nicht mit mir! Außerdem ist der Spinnenphobiker an sich dazu verdammt, eine Spinne stets als erster, oder sogar als einziger, zu sehen. „Da ist eine Spinne!“ „Wo denn?“ „Na, daaaa!“ „Ich seh nix.“ „Doch, daahaaaa!“

Meine Reaktion auf eine plötzliche Konfrontation mit einer Spinne nach der Flucht: Ich werde hysterisch, trete auf der Stelle, verschränke die Arme schützend vor mir und habe panische Angst, dass sich die Spinne ihren Weg zu mir bahnt und mich berühren könnte. Eine Spinne berühren? Niemals! Einen Menschen berühren, der gerade eine Spinne angefasst hat? Um Gottes Willen! In extremen Schocksituationen breche ich in Tränen aus. Kein stilles Weinen – eher ein unkontrolliertes Schluchzen. So passiert letzten Abend: Eine Riesenspinne (wirklich!) konnte entkommen und sitzt jetzt irgendwo im Schlafzimmer. Mein Spinnensensor sagt mir, dass sie irgendwo zwischen Heizung und Bett (meiner Bettseite natürlich) sitzt. Ich bin mir sicher, ich habe recht.

Die Vorstellung, dass ich dieses Tier noch einmal sehen muss, jagt mir so viel Angst ein, dass ich mich nicht mehr in das Zimmer traue. Innerlich bin ich so angespannt, dass ich mich übergeben könnte, weil ich ständig mit der Sichtung meines Panikobjekts rechnen muss. Ich bin schon so weit, dass ich mich nicht mehr nach Hause traue und das Zimmer betreten muss. Die letzte Nacht schliefen mein Freund und ich auf der Couch im Büro. Gott sein dank, hat er mich nicht allein gelassen. Man fühlt sich den Spinnen nicht ausgeliefert und muss Angst haben, dass sie sich an einen ran trauen. Ob er dasselbe in der nächsten Nacht mitmacht, bezweifle ich stark. Dass ich aber schon genug Abstand zur Objektsichtung hatte, um unterbewusst sagen zu können, es ist ok, in diesem Zimmer zu sein, bezweifle ich noch mehr.

Wie hilft man Spinnenphobikern?
Wie sollte man reagieren, wenn man es mit einem Spinnenphobiker zu tun hat? Eines ist klar: Sätze wie, „die tut dir doch nichts“ helfen dem Phobiker nicht weiter. In ihm entwickeln sich irrationale Reaktionen, die wahrscheinlich durch biologische Stoffe erzeugt werden. Der Körper wird mit dem Stoff von oben bis unten zugeschüttet – ein Strom von unerklärbaren, irrationalen Gefühlen bricht auf den Phobiker herab. „Die tut dir nichts“ ist in dieser Situation absolut unpassend und verstärkt das Gefühl der Hilflosigkeit, da einem dadurch nicht geholfen wird. Niemals, wirklich niemals, sollte man einen Phobiker mit „Schocktherapien“ behandeln wollen. Ihm eine Spinne unerwartet entgegen zu halten oder auf den Körper zu setzen, verschlimmert die panische Angst und nimmt dem Phobiker das Vertrauen in den „Therapeuten“. Nie wieder wird er ihm vertrauen, dass er ihn nicht noch einmal solcher Angst aussetzt.

Das Beste in dieser Situation: Tun was der Phobiker verlangt und die Spinne entfernen. Aber vorschlagen, eine kleine Spinne in einem abgeschotteten Bereich, zum Beispiel in einem Glas oder in freier Natur (der Raum ist größer, die Fluchtwege sind frei) gemeinsam beobachten. Auf keinen Fall drängen, etwas zu tun, was der Phobiker nicht will. Die Konfrontation sollte häufig in einem vorhersehbaren Rahmen stattfinden. „Schatz, komm ich fang die Spinne in einem Glas und wir schauen sie uns gemeinsam an“ bringt mehr als dem Phobiker das Glas unerwartet vor’s Gesicht zu halten. Außerdem sollte der notwendige Abstand des Phobikers zum Objekt stets respektiert werden. Nicht die Spinne soll sich zum Phobiker bewegen, sondern der Phobiker zur Spinne. Er muss die Kontrolle über die Situation haben.

9 Kommentare 19.8.09 12:02, kommentieren

Unglaubliche Phobien

Hier habe ich eine Liste aufgestellt mit den unsinnigsten Phobien. Ob die Leute darauf genauso reagieren, wie ich auf Spinnen?

Nützliche Phobien:

Koumpounophobie – Angst vor Knöpfen (Super Phobie: „Nein Mama, ich kann den Knopf nicht annähen – ich hab doch Angst vor ihm!“
Octophobie / Oktophobie - Angst vor der Zahl 8, 8-förmigem Gegenstand („Ich kann die Mathearbeit nicht schreiben, weil …
Sophophobie – Lernen (Dieser intelligente Mensch, der sich die Phobie hat einfallen lassen!)
Häresiphobie – Abweichung von der offiziellen Lehrmeinung („Herr Lehrer, nein! Nichts über Ethik – zurück zu den Schöpfungstagen! Bitte!“
Epistemophobie – Wissen („Ich will nicht in die Schule, ich hab doch Epistemophobie!“

Absolut bescheuerte Phobien:

Leukophobie – Angst vor der Farbe Weiß
Nomatophobie – Namen („Hi, ich bin …“ – „Nein, sag’s mir nicht!“
Papaphobie – Papst (Kann man irgendwie nachvollziehen …
Plutophobie – Reichtum (Was??? Welcher Idiot …?)
Poliosophobie – Entzündung der grauen Rückenmarkssubstanz (Ich habe graue Rückenmarkssubstanz???)
Politicophobie – Politik(ern) (Das ist allerdings nachvollziehbar)
Venustraphobie – schönen Frauen (Okaaaaay …
Glucodermaphobie – Haut, die sich auf warmer, zu lange stehen gelassener Milch (Kakao) bildet
Hellenologophobie – griechischen (Fach-)Ausdrücken
Hippopotomonstrosesquippedaliophobie – Die Angst vor langen Wörtern (Kommt häufig im schreibenden Metier vor. Da beginnt die Therapie schon beim Definieren der Krankheit!)
Ideophobie – Ideen („Oh nein! Ich hab eine Idee!“
Friggaphobie – Angst vor Freitagen (Also, Angst vor Montagen könnt ich besser verstehen)
Euphobie – guten Neuigkeiten („Ich hab ne gute Nachricht!“ – „Nein, sag’s mir nicht!!!“
Arachibutyrophobie – Die Angst, dass Erdnussbutter am Gaumen kleben bleibt (Der Gefahr kann man sich auch nur schwer entziehen.)
Aulophobie – Flöten (Wo diese Angst wohl ihren Ursprung hat?)
Dextrophobie – Dingen, die sich an der rechten Körperhälfte befinden („Ich fürchte mich vor meinem rechten Ohr!“

 

Wenn ich das hier so lese, bin ich doch ganz zufrieden mit meiner Spinnenphobie. Das ist wenigstens was Handfestes!

1 Kommentar 20.8.09 22:21, kommentieren

Noch 7 Wochen bis Einzug

Noch sieben Wochen bis Jörn und ich die Kisten packen und in unsere erste eigene Wohnung in die Schillerstraße umziehen. Ein genaues Einzugsdatum haben wir noch nicht bestimmt – der Vertrag läuft jedoch ab 1. Oktober, so dass die Packaktion um diesen Dreh starten wird.

Wir machen uns entsprechend schon Gedanken über die Einrichtung, Farben und das leidige Thema „Was kommt mit – was bleibt?“. Wir entschieden uns, die Wohnung schwedisch/skandinavisch einzurichten. Das bedeutet: Die Möbel sollten weiß sein, die Accessoires wie Vasen, Stoffe, etc. eher Uni-Naturfarben.

Welche Farbe es im Enddefekt sein wird – blau und grün sind die Favoriten – hängt zurzeit noch von der Farbe des Sofas ab. Die meisten Möbel bekommen wir von Jörns Eltern gespendet. Glücklicherweise. Denn so sparen wir uns das Einkaufen nach Bett, Schrank, Tisch, Stuhl, Küchengeräte – kurzum: Wir sparen viel Geld. Und nach diesem Motto wollen wir uns auch einrichten. Schön soll’s aussehen, aber wenn möglich nichts kosten.


Fünf Stühle und ein Zeitungsständer
Sieben Wochen vor Umzug stehen die ersten Möbel zur Bearbeitung bereit: fünf Holzstühle für den Esstisch und ein bei Ebay für einen Euro ersteigerter Zeitungsständer – Material: ebenfalls Holz. Um das hell- bis dunkelbraune Holz weiß zu bekommen, sind wir zunächst einige Stunden damit beschäftigt die Stühle und den Zeitungsständer mit 100er Schmirgelpapier vom Lack zu befreien. Dabei müssen wir extrem kleinlich sein, denn nur dort, wo der Lack wirklich weg ist, hält die weiße Farbe.

Dann geht’s los: Mit Kompressor werden unsere Stühle mit weißer Wandfarbe besprüht. Sieht richtig klasse aus! Dort, wo wir doch noch Lack übrig gelassen haben (ausversehen) sind jetzt kleine Flecken, die den Stühlen einen ganz eigenen Charme verleihen. Sozusagen „used style“.

Auch der Zeitungsständer bekommt eine ganz individuelle Gestaltung und büßt seinen „Gaststätten-Charme“ gegen coolen Ikea-Style ein. Danach polieren wir die häufig verwendeten Griffstellen. Bei den Stühlen sind das die Lehne und der seitliche Sitzbereich, beim Zeitungsständer die Füße und natürlich der Haltegriff. Diese Stellen streichen wir danach mit mattem Klarlack, damit sie sich nicht zu schnell vergreifen.

 

Stolz wie Harry stehen wir da und betrachten unser Tageswerk. Dank Jörns Bruder sieht das Gesamtergebnis klasse aus – ohne Kratzer, Tropfen oder unweiße Stellen. Nächste Woche geht’s weiter: Wir haben bei Ebay eine Telefonbank für 3,50 Euro ersteigert und gehen auf die Suche nach passendem Stoff. Mal schauen, ob wir uns einig werden …

 

1 Kommentar 21.8.09 11:54, kommentieren